Begegnungen

In der ersten Ausstellung des A-Box-Projekts geht es um die Begegnung zwischen jungen Afghanen und Hamburger Passanten und um die Begegnung von analoger und digitaler Fotografie.

Die “Afghan box camera” ist eine einfache Kamera in Schachtelform aus Holz, die in Afghanistan von Fotografen auf der Straße noch immer benutzt wird. In einer etwas abgewandelten Form haben Jugendlichen aus Afghanistan diese selbstgebaute Box genutzt, um Fotos von Passanten zu machen, die sie gleichzeitig interviewt haben. Die Idee entstand in der “Freitags-Gruppe” des“ Café Eins”, einem offenen Jugendtreffpunkts, betrieben vom Verein Jugendsozialarbeit Schanzenviertel e.V., einer aufgeschlossen Gruppe junger Afghanen, die sich seit über einem Jahr jeden Freitag dort treffen. Gebaut wurde die Box im “Werkhaus Münzviertel “, einem Ort an dem wohnungslose und geflüchtete Jungerwachsene sowohl sozialpädagogische Hilfe, als auch künstlerische und handwerkliche Angebote nutzen können. Bei mehreren “A-Box-Touren” an unterschiedlichen Orten sind Gespräche zwischen geflüchteten Jugendlichen und Hamburgern entstanden, festgehalten in Fotos, wie auf dem Markt in Afghanistan. Die Ausstellung in der Aula des Werkhauses beinhaltet eine Auswahl der Fotos in großformatigen Abzügen, einem making of und der gebauten Foto-Box. Die Freitags-Gruppe, Jugendliche des Werkhauses sowie die Künstler und Initiatoren des Projekts Kristine Thiemann und Manuel Marano sind bei der Vernissage am Freitag, den 28.9. ab 18 Uhr anwesend.